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Snupi
Zuständigkeit: Hundenothilfe Frankreich e.V.
| Rasse: | Mischling | vertr. mit Rüden: | ja | |
| Geb. Datum: | Mai 2010 | vertr. mit Hündinnen: | ja | |
| Herkunft: | ![]() |
vertr. mit Katzen: | ja | |
| kastriert: | ja | vertr. mit Kindern: | ja | |
| gechipt: | ja | Besonderheiten: | schwere HD |
Ersteinschätzung (17.01.2011)
Snuppi ist eine völlig verängstigte, unsichere und eingeschüchtere Hundedame. Sie geht immer davon aus, dass man ihr etwas Schlechtes möchte. Trotzdem sehnt sie sich nach Liebe, Zuneigung und zärtlichen Streicheleinheiten und nimmt es dankbar an, wenn sie sich dann durchgerungen hat ein kleines bißchen zu vertrauen.
1. Bericht
Snupi bewegt sich im Haus sehr unsicher und vorsichtig. Man muss alles sehr langsam, ruhig und leise machen.
Sie ist nicht stubenrein und selbst wenn sie draußen zufällig ihre Geschäfte macht versteht sie das vorsichtige Loben nicht korrekt. Sie bekommt Angst und wird noch unsicherer wie sie es bereits ist.
Das Spazieren gehen ist für die kleine Hündin ebenfalls purer Stress, sie umkreist einen die ganze Zeit und wenn sie merkt, es geht wieder in Richtung geschütztes Haus zieht sie an und möchte schnell rein.
Wenn Snupi sich unbeobachtet fühlt entspannt sie leicht und schläft auch.
Snupi ist trotzdem ein sehr freundliches Hundemädel, welches sich nach Liebe sehnt.
2. Bericht
Snupi lebt jetzt seit 6 Tagen hier in der Pflegestelle und hat enorme Fortschritte gemacht.
Sie ist bereits stubenrein, bewegt sich wesendlich sicherer im Haus und auf dem Hof.
Mit den Pflegehunden Nicky und Nemo kommt sie schon recht gut klar. Snupi versucht mit ihnen zu spielen ist aber noch etwas unsicher, da Nicky und Nemo recht rabiat spielen.
Bei dem verlassen des Hofes gewinnt sie auch bereits an Sicherheit. Die anderen Tiere hier auf dem Hof machen ihr nicht mehr soviel Angst, aber sie meidet noch weitestgehend den Kontakt zu ihnen.
Unser Minipony Fridolin hat an der kleinen Snupi einen Narren gefressen und latscht ihr gern hinterher. Snupi findet das im Moment noch nicht so erquickend, aber es wird.
Was Menschen betrifft hat sie immernoch viel Angst, das braucht seine Zeit.
3. Bericht
(04.02.2011)
Snupi hat sich hier in den 18 Tage in Pflege sehr schön entwickelt. Sie ist offener geworden und ihre Angstzustände sind weit zurückgegangen. Sie hat das Kommando sitz gelernt und setzt es sehr gut um. Lässt sich abrufen und nimmt mit größter Leidenschaft jede Spielaufforderung an.
Sie geht jetzt den wohl wichtigsten Weg in ihrem noch kurzen Leben, denn sie wird in Remscheid von einem Spezialisten operiert, damit sie endlich schmerzfrei leben kann und alles das machen kann, was ein junger Hund möchte. Nämlich toben bis zum Umfallen. Derzeitig ist das nur mit sehr starken Schmerzen danach verbunden trotz täglicher Schmerzmittel und zwangsläufigem Bewegungsentzug sind die Schmerzen präsent.
Aber das hat in wenigen Wochen ein Ende, denn nach der OP wird Snupi eine Wasserreha machen und dann hoffentlich glücklich bis ihr Lebensende in ihrem neuen zu Hause in Remscheid leben können.
4. Bericht
(17.04.2011)
Leider kann man Menschen nur vor den Kopf schauen aber nicht hinein und so kommt es ab und zu auch vor, dass eine Vermittlung trotz sorgfälliger Vorkontrolle leider zu einem bösen Erwachen führen kann. So im Fall Snupi, denn nach über 3 Monaten in ihrem neuem zu Hause stellt sich raus, dass die für Snupi dringenden OP`s nicht gemacht wurde und auch sonst diverse Verstöße gegen den Tierschutzvertrag, das Tierschutzgesetz und weiterem, für uns erelevante, Vergehen begangen wurden und daher konnten wir sie gestern mit der Polizei zusammen aus ihrem zu Hause raus holen.
Snupi zeigte sich wieder stark verängstigt und war so sehr verunsichert, dass sie knurrte und schnappte.
Sie hat an der Kehle verschorfte Wunden, ebenso auch am linken Vorderbein (Fesselgelenk). Beides ist leicht geschwollen, aber nicht entzündet.
Snupi hat mich wieder erkannt, aber die ganzen Leute machten ihr sehr sehr viel Angst. Den Transport hat sie gut überstanden und auch die Zusammenführung nachts hier in der Pflegestelle mit den anderen, zur Zeit 4, Hunden hat sie super gemeistert.
Sie wird von Stunde zu Stunde immer entspannter und zeigte bei der Runde heute Nachmittag mit Pflegehund Bolek wieder reine Lebensfreude.
Snupi wird demnächst kastriert.
5. Bericht
(06.06.2011)
Snupi hat sich erholt und fühlt sich wieder sichtlich wohl. Ihr Gesichtsausdruck ist wieder offen und freudig. Zur Zeit ist sie trotz ihrer HD ohne Medikamente völlig beschwerdefrei. Heute wurde Snupi kastiert, die Hüfte wurde erneut geröngt und es wurde ein Blutbild gemacht.
